Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen.

Hier ein Zitat von A.T. Still: „Krankheit kann jeder finden, Gesundheit finden ist das Ziel.". Gesundheit bedeutet, dass sich der Körper auf allen Ebenen in einem dynamischen Gleichgewicht befindet. Unter anderem sind es diese drei Ebenen:


1. Das parietale System: Bewegungsaparat mit Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern.

 

2. Das viscerale System: Innere Organe mit ihren Hüllen, Aufhängungen und Gefäß- und Nervenversorgungen.

 

3. Das craniale System: Gehirn und Nervensystem mit seinen Rhythmen und zahlreichen Verknüpfungen.

 

Jedes System soll sich in Harmonie befinden. Aber auch alle Systeme zusammen sollen eine funktionierende Einheit ergeben. Eine Regulation von Spannungen ist der Katalysator für das wunderbare Potential des Körpers sich selbst zu heilen.


Anwendungsbereiche

Das Einsatzgebiet der Osteopathie ist sehr vielfältig. Da die Osteopathie einen hohen Wirkunsgrad hat, ist sie in den letzten Jahren immer bekannter geworden.

 

Aus rechtlichen Gründen darf ich auf dieser Internetseite keine spezifischen Indikationen nennen. Nehmen Sie telefonischen Kontakt mit mir auf oder schreiben Sie mir wenn sie wissen möchten, ob die Osteopathie für Sie geeignet ist.

 

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis.


Grenzen der Osteopathie

Die Grenzen der Osteopathie befinden sich dort, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht ansetzen können. Bei schweren Erkrankungen, psychischen Beeinträchtigungen, sowie akuten Infektionen und in lebensbedrohlichen Situationen müssen Sie schulmedizinisch untersucht und behandelt werden.

 

Grenzen und Ziele hängen sehr eng zusammen. Wenn eine Heilung nicht möglich ist und/oder eine schulmedizinische Behandlung zwingend erforderlich ist, kann die osteopathische Behandlung begleitend eingesetzt werden. Hier kann häufig eine Erleichterung erreicht werden und somit eine Verbesserung der Lebensqualität.


Geschichte & Philosophie

Mit 10 Jahren fand A.T.Still (* 1828 - 1917) eine Möglichkeit seinen Kopfschmerz zu lindern, indem er sich mit dem Nacken auf ein im Garten gespanntes Seil legte und zufällig einschlief. Bis heute gilt er als der Begründer der Osteopathie. Er hatte ein bewegtes Leben in dem er viel lernte und lehrte: Die Osteopathie ist eher eine Philosophie als eine Zusammenstellung von Techniken:

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Der Mensch als Einheit

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit und können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Dabei ist „das Ganze“ mehr als die Summe seiner Einzelteile.

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Die Selbstheilungskräfte

Der Körper strebt ein Gleichgewicht an. Bei Störungen besitzt er eine Vielzahl an regulatorischen Mechanismen um diese zu beseitigen. So kann z.B. eine Veränderungen der Gewebespannung zur vorübergehenden Entlastung anderer Bereiche führen. Der Stoffwechsel und das Immunsystem können auf anderen Ebenen regulierend wirken. Ist eine vollständige Beseitigung nicht möglich, wählt er das Mittel der Kompensation um sich mit der Situation bestmöglich zu arrangieren.

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Die gegenseitige Beeinflussung von Struktur und Funktion

Eine Veränderung in der Struktur (Gelenk, Muskel, Organ, Bindegewebe, Gefäß, Nerv…) bringt immer eine Veränderung der Funktion mit sich. Das kann sich in einer Verminderung von Beweglichkeit und/oder Stoffaustausch zeigen. Diese können wiederum weitere Veränderungen nach sich ziehen. Es können sich regelrechte Ursache-Folge-Ketten bilden.

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Das Gesetz der Arterie

Es handelt von der Freiheit der Bewegung und des Rhythmus und umfasst alles Fließende im Körper. Ein guter Blut- und Lymphfluss, sowie gut funktionierende Nervenbahnen sind essentiell.

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Der Mensch, nicht die Krankheit...

… steht im Fokus des Therapeuten.

 

Der Patient wird nicht durch den Therapeuten geheilt. Vielmehr werden die Selbstbeilungskräfte aktiviert. Des Weiteren ist der Patient selbst für Bereiche wie Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stress-Management verantwortlich.

 

Je nachdem wie groß die Defizite sind und wie viele Veränderungen von außen eingebracht werden, zeigt sich eine Veränderung der Beschwerden.

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